Akupunktur
Die Akupunktur ist eine Heilmethode, die vermutlich seit mehr als dreitausend Jahren bekannt ist. Akupunkturnadeln wurden bereits in alten chinesischen Gräbern aus dieser Zeit gefunden.
Zur damaligen Zeit standen den Heilkundigen keinerlei Geräte zur Verfügung, zur Behandlung war man fast ausschließlich auf die Sinne des Menschen angewiesen. Offenbar hat man damals festgestellt, dass bestimmte Punkte des menschlichen Körpers einen Einfluss auf innere Organe oder das Befinden haben.
Daraufhin entwickelten die Chinesen mit Hilfe der einzigen damals zur Verfügung stehenden Wissenschaft, der Philosophie, ein fantastisches Denkgebäude, das - wenngleich in dieser Form nicht bewiesen - auch heute noch als Arbeitsmittel für jeden Akupunkteur gilt.
Nach Auffassung der Chinesen kreist die Lebensenergie auf Bahnen um den Körper. Es gibt vierzehn solcher Bahnen, die Meridiane, zwölf davon sind paarig angelegt, befinden sich also rechts und links des Körpers, zwei sind unpaarig genau in der Körpermitte.
Nach Auffassung der Chinesen kommt es zu einer Krankheit, wenn die Energie nicht gleichmäßig fließt. Es ergeben sich dann Zustände der Energiefülle (Yang) oder der Energieleere (Yin).
Durch das Stechen der Akupunkturpunkte kann man die Energie umleiten und damit Fülle oder Leerezustände behandeln. Verwendet werden dazu Nadeln, die an den entsprechenden Körperstellen eingestochen werden.