Borreliose -
naturheilkundliche Diagnostik und Therapie
Das Vorkommen von Zecken erstreckt sich über weite Teile Europas und ganz Deutschland. Zeckenbissfolgen sind jedoch in der Bevölkerung nur zum Teil bekannt. Während die durch Zecken übertragene FSME (Frühsommermeningoencephalitis) zeitweise in aller Munde war, obwohl Sie praktisch nur südlich des Mains und östlich der Elbe vorkommt, ist die Borreliose weit weniger bekannt, obwohl wesentlich weiter verbreitet.

Wiesen und Wälder sind typische Zeckengebiete
Zecken haben drei Entwicklungsstadien:
Die Larve
Die Nymphe (Zecken- „Teenager“)
Die ausgewachsene Zecke
In jedem Stadium benötigt die Zecke eine Blutmahlzeit. Tiere unterschiedlichster Größe und auch der Menschen können dabei als Wirt fungieren. Häufig wird ihr Biß nicht bemerkt, da über die Bisswerkzeuge der Zecke eine betäubende, gerinnungs-hemmende und klebende Flüssigkeit abgesondert wird. Bei einem erwachsenen Tier kann der Saugakt bis zu sieben Tagen dauern. In meiner Praxis habe ich mich auf die Behandlung von Borreliose nach naturheilkundlichen Methoden spezialisiert. Die Diagnostik erfolgt durch kinesiologische Testungen. Den Ablauf des Testes können Sie auf der unter dem Stichwort „kinesiologische Testung“ nachlesen. Die Borreliose (Lyme-Borreliose) wurde erstmals 1976 in Lyme (USA) beschrieben. Ihr Vorkommen in Norddeutschland ist relativ häufig. Zur Durchseuchung der Bevölkerung gibt es unterschiedliche Angaben, da keine Meldepflicht besteht. Sie wird mit bis zu 80 Prozent angegeben.
Die Borreliose verläuft in drei Stadien:
Im 1. (lokalen) Stadium kommt es zu einem Hautausschlag, dem Erythema migrans. Dazu treten unspezifische Allgemeinsymptome wie Gelenk-, Muskel- und Kopfschmerzen auf.

Erythema migrans
Das Erythema migrans tritt nicht bei jedem Patienten auf oder wird an behaarten Körperstellen sehr häufig übersehen.
Im 2. Stadium bereiten sich die Erreger über das Gewebswasser und entlang der Nervenfasern aus. Dabei kann es zu neurologischen Krankheitsbildern wie Hirnhautentzündung, Erkrankung des Rückenmarks, Entzündung oder Lähmung von Gesichtsnerven, Augenerkrankungen und anderen Folgen führen.
Das 3. Stadium tritt Monate bis Jahre nach der Infektion auf. Betroffen sind die Haut, die Gelenke und das Nervensystem. Dabei gehen die Hauterscheinungen in eine chronische Entzündung und eine Entwicklungsstörung der Haut über, die Acrodermatitis chronica atrophicans.

Acrodermatitis chronica atrophicans
Die Hauterscheinungen sind sehr häufig mit Gelenkentzündungen verbunden (Lyme- Arthritis). Befallen sind selten mehr als drei, zumeist große Gelenke. Es kommt zu starken Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und Sensibilitätsstörungen.
Befällt die Krankheit die Nerven, spricht man von einer Neuroborreliose.
Ihre Symptome:
- Kopfschmerzen
- Verwirrtheit
- Desorientierung
- Reizbarkeit
- Depressionen
- Aggressivität
Sehr häufig wird die Neuroborreliose mit der Demenz verwechselt. Nur wenige- zumeist naturheilkundlich erfahrene- Ärzte denken daran, bei diesen Symptomen eine Borreliose auszuschließen.
Befällt die Neuroborreliose das Rückenmark, kann es zu
- Lähmungen
- Darmstörungen und
- Inkontinenz
kommen. Auch bei diesen Symptomen wird die Ursache häufig verkannt.
Bei Befall der Augen kommt es zu Bindehautentzündungen Ader- und Netzhaut-entzündungen und Entzündungen der Sehnerven (Neuritis).

Das Photo zeigt eine borreliosebedingte Entzündung am Augenhintergrund. (Es wurde mir freundlicherweise von der Augenarztpraxis Dres. Rowold und Heidenreich in Lingen überlassen.)
Der Befall der Ohren verursacht unter anderem
- Hörstörungen
- Tinnitus und
- Schwindelanfälle
Bei älteren Borreliosefällen kann es zur Beteiligung innerer Organe kommen.
Diese betrifft
- Herz
- Leber
- Magen
- Darm
Man sagt auch, die Borreliose sei der „Affe unter den Krankheiten“, kann also die Symptome vieler anderer Erkrankungen vortäuschen und zur Verkennung der ursprünglichen Erkrankung führen.
Dazu zählen
- migräneartige Kopfschmerzen
- Sprachstörungen
- Nachlass der geistigen und körperlichen Leistungsfähigkeit
- Schlafstörungen
- Häufiges Schlafbedürfnis
- Herzrhythmusstörungen
- Geruchsempfindlichkeit
- Gleichgewichtsstörungen
- Sexuelle Störungen
- Allergieartige Hautausschläge
- Schwächung des Immunsystems
Wird die Diagnose erkannt, ist die naturheilkundliche Behandlung relativ einfach. Sie erfolgt durch die Gabe von Nosoden, also rein homöopathisch aufbereiteten Wirkstoffen vom Erreger oder krankhaftem Gewebe (-> siehe auch „Nosodentherapie“). Ähnlich dem Impfprinzip, bei dem wir dem Körper ja auch abgetötete oder abgeschwächte Erreger zuführen, entwickelt der Patient unter der Nosodentherapie Abwehrkräfte gegen die Borreliose.
Durch die Nosodentherapie können auch die Folgen von Jahre zurückliegenden Infektionen behandelt werden. Bei vielen Erkrankungen werden die Nosoden injiziert, bei der Borreliosetherapie jedoch zumeist in Form der Globuli angewandt.
