MediTaping
Die Anwendung von Tapes, also elastischen, selbstklebenden Bändern zu therapeutischen Zwecken erfolgte erstmals 1970 durch einen japanischem Chiropraktiker.
In Deutschland dauerte es mehr als zwei Jahrzehnte, bis diese Therapie zunächst als Kinesio-Taping zur Behandlung bei orthopädischen Krankheitsbildern eingesetzt wurde.
Es ist dem Arzt Dr. Sielmann zu verdanken, dass die Methode gezielt weiter entwickelt wurde und heute in Form des Medi- Tapings eine breite Palette von Anwendungsmöglichkeiten nicht nur bei Gelenk- und Wirbelsäulenleiden, sondern auch zum Beispiel bei Tinnitus, Migräne und vielen anderen Krankheitsbildern bietet.
Oft gelingt es tatsächlich „im Handumdrehen“, Patienten mit Gelenkproblemen die Schmerzen zu nehmen. Ursache ist die Tatsache, dass die Berührungsempfindung schneller zum Gehirn geleitet wird als die der Schmerzsensoren, so dass der Schmerzreiz nicht mehr im Rückenmark fortgeleitet werden kann.
Hinzu kommt eine direkte Wirkung des Bandes auf die Akupunkturpunkte und Meridiane, auf die Unterhaut im Sinne einer Feinmassage und auf die Durchblutung und den Lymphabfluss.
Vor jeder Behandlung erfolgt eine Kontrolle der Statik des Patienten; ein Beckenschiefstand mit scheinbarer Beinlängendifferenz lässt sich häufig durch Akupressur ausgleichen.
Bei Kindern kann die Anwendung des Tapes bei Skoliose und insbesondere bei Säuglingen mit dem KISS- Syndrom segensreich sein. Dabei werden die aufgeklebten farbigen Bänder von den Kindern ohne Problem toleriert, da die Behandlung völlig schmerzfrei ist und die Bänder eine ungestörte Bewegung erlauben. Sie sind schweißdurchlässig und ermöglichen das Waschen und Duschen.